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Doppelmarkierung mit Sichtzeichen als echte Alternative

17.11.2009

3M Verkehrssicherheit - Nachrichten

Nachrichten

Doppelmarkierung mit Sichtzeichen als echte Alternative

Die Einführung des Konjunkturpaketes II hat im deutschen Markt zu einer Verknappung von transportablen Schutzeinrichtungen geführt. Für die Nutzung einer alternativen Lösung liefert eine Untersuchung von Gerd Rüffer und Wolfgang Braun, veröffentlicht in Straße + Autobahn 2/2001, sehr gute Hinweise. In Sachsen-Anhalt wurde für eine Baumaßnahme die Trennung der beiden gegenläufigen Verkehrsströme mit doppelten Sperrlinien und Sichtzeichen mit Erfolg eingesetzt. Erfahrungen aus dem sechsstreifigen Ausbau der BAB 2 auf 43 km, welcher mit diesen alternativen Lösungen zur Mitteltrennung durchgeführt wurden, wurden dokumentiert und bewertet.

Aus den Untersuchungsergebnissen und den zusätzlich durchgeführten Befragungen von Verkehrsteilnehmern kam man zu dem Fazit, dass beide Systeme als volkswirtschaftlich gleichwertig anzusehen sind. Betriebswirtschaftliche Gründe sprechen aber klar für die Lösung mit einer Mittelmarkierung, da diese kostengünstiger herzustellen ist.

Weitere Vorteile für eine Nutzung von Doppelmarkierungen ohne Schutzeinrichtungen in der Baustelle:

  • Mitteltrennung mit gelber Folie und Sichtzeichen sind eine kostengünstige Baustellensicherung mit hohem Sicherheitsgrad und schnellem Auf- und Abbau.
  • Beim Einsatz von entsprechenden Markierungsfolien des Typs II ergibt sich eine hohe Nachtsichtbarkeit bei Tag, Nacht und Nässe.
  • Bei Unfällen sind Streckenabschnitte mit transportablen Schutzeinrichtungen für Polizei-, Rettungs- oder Bergungskräfte schwieriger zu erreichen, dies bedingt längere Stau- und Wartezeiten.
  • Enge Fahrbahnbreiten mit Schutzeinrichtungen lassen eine Gassenbildung für Rettungsfahrzeuge nicht mehr zu. Somit ist die Nutzung der Gegenfahrbahn unausweichlich und führt auch hier zu Stau.
  • Verschiebung von Stahlelementen nach Unfällen zwingt zu Korrekturmaßnahmen. Damit kommt es zu langen Sperrungen mindestens eines Fahrstreifens in der Baustelle mit Staubildung.
  • Laut der Befragungsaktion im Rahmen der Untersuchung wurde bei Kraftfahrzeugführern das Trennungssystem mit Folienmarkierungen gegenüber den Schutzeinrichtungen mehrheitlich bevorzugt (54%).

Somit kann festgestellt werden, dass Lösungen zur Mitteltrennung mit Doppellinien aus Folien, kombiniert mit reflektierenden Trennungselementen (z.B. Minibaken), als optische Trennung der Fahrbahnen eine zuverlässige Alternative darstellen. Bei dieser Variante entsteht für den Kraftfahrzeugführer die optische Wirkung einer Wand.

Download: Newsletter_3M Reflexe Aktuell_Juni 2009 (492 KB, .pdf)


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