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Digitaldruck von Verkehrszeichen ist heute

07.08.2009

3M Verkehrssicherheit - Nachrichten

Nachrichten

Mehr Flexibilität bei verbesserter Qualität

Mehrfarbige Verkehrszeichen waren bisher eine mühsam handwerklich gefertigte Kombination unterschiedlicher Folien oder wurden aufwendig mittels Siebdruck hergestellt. Künftig können sie dank eines innovativen, von 3M entwickelten Verfahrens ganz einfach digital auf eine weiße, retroreflektierende Folie gedruckt werden, mit allen notwendigen Farben in nur einem Arbeitsgang.

Mit wenigen Komponenten zum perfekten Schild

Bei dem neuen Fertigungsprozess, in dem sich das Schild in einem Arbeitsgang mit allen notwendigen Farben, Emblemen und Schriften bedrucken lässt, reichen das Aluminiumschild als Unterlage, eine weiße, reflektierende Grundfolie, die passenden Druckfarben und eine transparente Schutzfolie. Die notwendigen Daten für das jeweilige Schild werden am Computer aufbereitet und dann auf die reflektierende Folie gedruckt. Die Schutzfolie kann anschließend mit einem Laminator ebenfalls direkt von Rolle zu Rolle aufgebracht werden.

Matched Component System (MCS)

Das innovative, sogenannte Matched Component System (MCS) umfasst neben Folien und Druckern auch die passenden Farben. Die kompatiblen UV-Druckfarben Serie 8800 für das neue System kommen aus dem Technologiezentrum von 3M. Sie können durch UV-Licht getrocknet und so direkt weiter verarbeitet werden. Diese Produkte sind für den Druck von Verkehrszeichen qualifiziert und in den Verkehrsfarben Schwarz, Blau, Rot, Grün, Dunkelgrün und Gelb erhältlich.

Für den Digitaldruck spezifizierte Reflexfolien sind die 3M High Intensity Grade Prismatic Folie Serie 3930 – RA2, C und die 3M Diamond Grade DG3 Folie Serie 4090 – RA3, C. Beide sind mikroprismatisch retroreflektierend. Sie bieten die für einen Digitaldruck geeigneten Oberflächeneigenschaften und zeigen sehr hohe Rückstrahlwerte.

Abgerundet wird das System aus Folien, Farben, Drucker und kompetenter Anwendungstechnik durch transparente Folien, die als zusätzlichen Vorteil den Schutz des Digitaldrucks bieten, zugleich aber auch die Reflexionswerte der Basisfolie stabilisieren. Sie stehen zur Wahl als Oberflächen-Schutzfolie (1170), als Graffiti-Schutzfolie (1160), die eine wirksame Reinigung mithilfe von Graffiti-Farbentferner erlaubt, oder als Antitau-Folie (1180), die Betauung reduziert und so die Lesbarkeit des Schildes erhöht. Als Option ist schließlich ein Schneidplotter einsetzbar, mit dem sich die jeweiligen Schilder aus den bedruckten und laminierten Folienrollen anhand der aufgedruckten Schnittmarkierungen leicht und exakt herauslösen lassen.

Mehr Wirtschaftlichkeit in der Produktion von Verkehrszeichen

Die Vorteile des neuen, digitalen Druckverfahrens liegen auf der Hand: Sind derzeit für die Fertigung von Verkehrsschildern zahlreiche unterschiedliche Folien notwendig und damit verbunden auch die zusätzlichen Kosten für die Beschaffung und Lagerung dieser Materialien, reicht künftig eine einzige, weiße Grundfolie aus. Übertragungsklebebänder für die Applikation der unterschiedlichen Folien sind nicht mehr notwendig. Dank verbesserter Möglichkeiten der Materialausnutzung fällt bei der Schilderfertigung zudem weniger Verschnitt von Folien an. Auch Farbabfälle, die beim Siebdruck anfallen, die dabei notwendige Reinigung der Siebe oder die Belastung der Mitarbeiter in der Druckerei durch die Ausdünstungen der Farben gehören bei dem neuen, digitalen Verfahren der Vergangenheit an.

Darüber hinaus ermöglicht dieser innovative Druckprozess immer wieder exakt reproduzierbare, schnelle Ergebnisse in der Fertigung, bei flexiblerer Planung und Produktion. Zugleich sind mithilfe der Datenverarbeitung am Computer Modifikationen jederzeit leicht umsetzbar. Vorteile in Bezug auf die Haltbarkeit dieser neuen Art der Beschilderung bieten schließlich die verschiedenen Schutzlaminate. Während die aufwendige Kombination von Folien und der entsprechend mehrschichtige Aufbau Umwelteinflüssen bisher zahlreiche Angriffspunkte boten, sorgen die Laminate für eine durchgehend glatte Oberfläche, die Umweltbelastungen gut widersteht.

Hoher Sicherheitsstandard bleibt erhalten

Rückstrahlwerte und Farben entsprechen auch weiterhin DIN 67520 und DIN 6171-1. Dieses neue Produktionsverfahren produziert Folien für Verkehrszeichen und Wegweiser mit RAL Gütezeichen. Zudem bietet 3M bis zu 12 Jahren Funktionstüchtigkeit auf das jeweilige Endprodukt aus Folie, Druckfarbe und Oberflächen-Schutzfolie 1170, sieben Jahre auf die Kombination mit Graffiti-Schutzfolie 1160 oder Antitau-Folie 1180.

Im Einsatz ist dieses digitale Druckverfahren bereits in Belgien, Finnland, Griechenland, Großbritannien und Schweden. In Deutschland ist das erste System seit Mitte März im Schilderwerk Beutha in Stollberg bei Chemnitz in Betrieb.

Prospekt Digitaldruck für Verkehrszeichen (860 KB, .pdf)
Presseveröffentlichung der Firma Schilderwerk Beutha


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